Regenwaldschutz und Schutz der Primärwälder

Holz schützt Regenwald?

Primärwälder und Regenwald sind, sobald sie abgeholzt sind, unwiederbringlich verloren. Regenwaldschutz ist daher nur durch einen Erhalt der wenigen noch existierenden Regenwälder möglich. Was durch ForestFinance und Ihren Beitrag entsteht, ist ein neuer Sekundärwald. Dieser ist in der Regel ökologisch weniger komplex als ein Primärwald. Um den Zustand seiner Vorgänger wieder annähernd zu erreichen sind oft mehrere Hundert Jahre an Regenerationszeit und strikte ökologische Ausrichtung im Forstmanagement notwendig. Vielleicht können Sie das mit der jetzigen Situation in Deutschland vergleichen: Auch in Deutschland gibt es praktisch keine Primär(-Ur-)wälder mehr, sondern nur noch durch forstliche Tätigkeit entstandene Sekundärwälder. Bis auf winzige Kernflächen in Nationalparks werden alle Wälder in Deutschland in unterschiedlichster Form wirtschaftlich genutzt und sind erst als Wiederaufforstung (nach einer Abholzung und Vernichtung der Primärwälder) wieder entstanden. Allerdings: Auch hierzulande gibt es drastische Unterschiede. Wie in der Landwirtschaft, gibt es auch in der Forstwirtschaft konventionelles und ökologisches Wirtschaften. Und selbst innerhalb der ökologischen Forstwirtschaft gibt es erhebliche Unterschiede. So werden gar Monokulturen ökologisch zertifiziert - ein Punkt für heftige Diskussionen innerhalb der forst-ökologischen "Szene".


Nebelwald in Chiriquí, Panama: Einmal abgeholzt sind Primärwäder unwiederbringlich verloren

Auch der in Panama – z. B. durch GeschenkBaum- bzw BaumSparVertrag™ und WaldSparbuch-Kunden – entstehende Sekundärwald trägt zum Regenwaldschutz bei. Er ist ein ökologischer Wirtschafts-Mischwald, der aber sowohl die Erde vor Erosion schützt, Klimaschutz- und Habitatfunktion für Tiere und Pflanzen erfüllt und der heimischen Bevölkerung sinnvolle, ökologische und sozial gesicherte Arbeitsplätze bietet – und dies nachhaltig!

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Nutzt also eine ökologische Mischwald-Aufforstung von tropischen Sekundärwäldern dem Primär-Regenwald?

Wir meinen Ja! Ein wesentlicher Grund für das Abholzen und Vernichten der Primär- und Regenwälder liegt darin, dass die heimische Bevölkerung aus Not und Notwendigkeit den Wald abholzt. Große industrielle Holzunternehmen und Investoren machen das gleiche - aus ungezähmten Profitinteresse. Mit Regenwald-Holz wird sehr viel Geld verdient. Auf den von Wald "befreiten" Böden können hochrentabel Soja oder auch Eukalyptus-Bäume angebaut werden. Mit so einem "Wald" können schließlich ganze Regionen verwüstet werden. Das Verbot von Handel mit nicht ökologisch zertifizierten Hölzern aus den noch bestehenden Primär-Urwäldern (was aber trotz Schutzbemühungen, wie bekannt, den illegalen Holzeinschlag, Brandrodung und Handel nicht verhindert), ist deswegen eine wichtige Maßnahme für den Regelnwaldschutz. Es ist aber nach unserer Meinung ebenso wichtig in unserer weltweit herrschenden Wirtschaftsordnung, dem natürlichen und ökologischen Wald (auch dem neuen ökologisch bewirtschafteten Wald) einen Wert zu geben, der sich auch monetär ausdrückt. Denn Regenwaldschutz ist auch für den Artenerhalt unbedingte Voraussetzung: Fast 75 Prozent der weltweiten Arten leben im Regenwald. Durch die Mischwald-Aufforstungen, wie ForestFinance sie durch ihre Produkte betreibt, erhalten die Menschen Arbeitsplätze im und durch den Wald und müssen diesen nicht mehr roden und vernichten, um ihr Überleben zu sichern. Im Gegenteil – sie betreiben effektiven Regenwaldschutz, denn der Regenwald sichert ihr wirtschaftliches Überleben. Gleichzeitig soll durch das Angebot von zertifizierten, ökologischen Hölzern der Handelsdruck von den wenigen noch existierenden Hölzern aus Regenwäldern genommen werden. Ohne nachhaltige Produktion von Tropenholz ist Regenwaldschutz nicht möglich, aber es kommt auf die Art der Angebote an: Gibt es auf dem Weltmarkt ökologische Angebote aus Wirtschafts-Sekundärwäldern, muss man nicht mehr auf (illegale) Raubbau-Angebote aus Regenwäldern oder Primärwäldern zurückgreifen, die natürlich zusätzlich strengstens unterbunden werden müssen.

 

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2.02.12

Buchenwaldreservat 'Wilde Buche' wird 'Ausgewählter Ort' im Land der Ideen 2012 weiter...


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